So steigern Sie mit Bordmitteln die Performance von CA PPM

Mit der Zeit und der damit verbundenen Differenzierung des Projektportfolios steigen die Anforderungen, ohne lange Ladezeiten umfangreiche Datenmengen in CA PPM anzuzeigen. Die oft wechselnden Daten sind meist auf unterschiedlichsten Seiten beispielsweise eines Projektes untergebracht, welche oft mit speziellen Berechtigungen versehen sind. Blendet ein Benutzer, vorausgesetzt dieser hat die notwendigen Rechte dazu, in einer Listenansicht die verstreuten Informationen ein, kann sich die Ladezeit der Projektliste deutlich und vor allem meist negativ verändern. Gehen wir z. B. von einigen Attributen des Projektobjektes aus, so wird die Spanne zwischen rascher und sehr langer Ladezeit oft nur von einem (zusätzlichen) Attribut bestimmt. Als Beispiel können hier die Attribute der Finanzunterseite genannt werden, die in der Regel nicht von allen Anwendern eingesehen werden dürfen. Wird eine Aufsummierung von Ist- und Plankosten in der Projektliste angezeigt, sind die Felder bei den meisten Benutzern leer, da diese nicht ausreichend berechtigt sind. Beim Laden der Liste werden die Felder jedoch trotz leerer Zelle abgefragt und die Ladezeit erhöht sich somit. Sollen die Anwender die Werte dennoch lesen können, so ist in der globalen Portlet-Konfiguration die Sicherheitsabfrage zu deaktivieren. Hierzu muss im Administrationsbereich – unter Objekte –> Projekt –> Ansichten – in der Zeile „Projektliste“ und dort per Optionen-Link die Option „alle Attribute für diese Liste anzeigen“ gesetzt werden. Diese Möglichkeit ist mit Vorsicht zu genießen, denn damit „öffnet“ sich für den einfachen Anwender jedes Attribut des Projektes lesend, was bedeutet, dass jeder Anwender potentiell alle Projektinformationen in seine persönliche Projektliste einblenden könnte. Damit wird zwar die Ladezeit etwas reduziert, weil nun kein Wert mehr auf die Sicherheit der Unterseiten der Projekte gelegt wird, aber die Sicherheit der Daten ist nicht mehr gewährleistet. Dies gilt jedoch nur für die Projektliste. In den einzelnen Projekten, welche der Anwender sehen darf, sind die Unterseiten i. d. R. noch immer nicht sichtbar.

Zeitlich fixierte Abfrage von berechneten Feldern

Eine zweite Option zur Verbesserung der Ladezeit einer Portlet-Liste besteht darin, die Liste abzuspecken. Wie oben beschrieben haben die Anwender i. d. R. die Möglichkeit, sich die Listen nach individuellen Aspekten zusammenzustellen. Dies führt jedoch meist zur Erhöhung der Ladezeit, da viele Informationen von unterschiedlichen Tabellen in der Datenbank geladen werden müssen. So hat beispielsweise die Anzeige der OBS eines Projektes eine negative Auswirkung auf die Ladezeit, ebenso wie HTML-Inhalte aus Textfeldern. Berechnete Attribute, wie zum Beispiel die Aufsummierung von EVA-Werten (Earned Value Analysis), sind im Hinblick auf die Ladezeit ebenso relevant wie Gantt-Darstellungen oder zeitskalierte Werte der Ist- und Restaufwände. Werden solche Spalten aus einer Liste entfernt, lädt diese logischerweise schneller. Der einzige Nachteil dabei ist, dass die Werte nun manuell pro Projekt aus den jeweiligen Ansichten der Projekte gesammelt werden müssen. Abhilfe können hier Jobs schaffen, die die wichtigsten Daten zu einem definierten Zeitpunkt, idealerweise nachts oder sehr früh am Morgen, zusammenstellen und diese in einer spezifischen, zu einem neuen Portlet gehörenden Tabelle zusammenfassen. Diese können dann mittels eines neuen Listenportlets abgefragt werden. Wenn die angezeigten Daten nicht unmittelbar bearbeitet werden müssen, wäre dies die beste Lösung, um eine Aufbereitung für Statusmeetings oder Projektbesprechungen zu erzeugen.

Autor: Florian Braun

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